Aktuell << Regionales Schulzentrum Würenlingen

Der neue Baukörper ergänzt das bestehende Schulhaus aus dem Jahr 1968. Er lässt ein L-förmiges Gebäude entstehen, das ein neues Ganzes bildet und dem alten Dorfschulhaus aus dem Jahr 1908 einen angemessenen Rahmen verleiht. Je nach Standort wird die Erweiterung als selbstbewusste Ergänzung oder ruhiger Hintergrund des Dorfschulhauses gelesen.
Das Schulhaus wird über den gedeckten zentralen Eingang betreten. Die bestehende Eingangshalle ist der Angelpunkt des Gebäudes und schafft eine räumliche Verbindung zu den Ober-geschossen. Mit zwei neuen Treppen wird im Neubau eine Pro-menade eingeführt, die im Gruppenraum des 2. Obergeschosses ihren Endpunkt findet. Die Sackgassen des bestehenden Ge-bäudes wurden zum Neubau geöffnet und zu schlaufenähnlichen Rundgängen verknüpft, die durch differenzierte Raumsequenzen und Blickachsen strukturiert sind. Den dunklen introvertierten Korridoren im bestehenden Bau sind helle extrovertierte Erschliessungsräume entgegengesetzt, die eine intensive Ver-bindung zum Aussenraum und zum alten Dorfschulhaus herstellen.
Die Materialien und Farben ordnen sich der nahen Umgebung unter. Selbstverständlich ist die Fortführung des Sichtbetons als Fassadenmaterial. Die braunen Fenster übernehmen die vor-herrschende Farbigkeit der Hinterhofbebauung. Die weissen Fassaden im Schulhof verweisen auf die umliegenden öffentlichen Gebäude. Im Inneren werden die dunklen Kunststeinbodenplatten und der naturbelassene Sichtbeton konsequent im ganzen Erschliessungsbereich weitergeführt. Die Klassenzimmer sind bis auf den Bodenbelag in Weiss gehalten und schaffen so eine ruhige, die Konzentration fördernde Atmosphäre.


Bauherrschaft: Gemeinde Würenlingen
Planungs- und Bauzeit: 1999 bis 2001
Bausumme: CHF 6‘000‘000
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